Eine eigene Minirampe – der Traum eines jeden Skaters!

Mit unserer Bauanleitung für eine DIY (Do It Yourself) Minirampe können wir euch diesen Traum erfüllen. Also zumindest können wir euch alle Infos, Hinweise und Tricks geben, damit ihr selbst tätig werden könnt und Bob der Skaterampenbaumeister aus euch wird.

Intro

Vorab müssen wir euch aber noch auf ein paar Unterschiede der Rampe vom Video zu den angegebenen Maßen erläutern:

Unsere Rampe besteht aus kleineren Teilen (die maximal 800mm breit sind), um sie, wenn erforderlich, ohne sie komplett zerlegen zu müssen, durch die Türen und den Aufzug abtransportieren zu können. Sie ist 4000mm breit, um den Raum besser auszunutzen und besitzt als kleines Extra eine 20cm höhere Extension für mehr Spaß!

Durch die geringere Breite war es uns auch möglich 60x40mm Konstruktionsvollholz zu verwenden, was uns ein bisschen Geld und Gewicht ersparte.

Da unsere Rampe in einem Gebäude steht, in dem auch andere Menschen arbeiten, mussten wir uns etwas zur Schalldämmung ausdenken.

Hierzu haben wir erstens den Boden mit Antivibrationsmatten ausgelegt, um die Vibrationen nicht direkt ans Gebäude weiterzugeben. Des Weiteren wurde die komplette Rampe noch von unten an den Konstruktionsvollhölzern (KVH) mit Folie bespannt und von oben mit pyramindenförmigen Reststücken aus schallschluckendem Schaumstoff (alias “Schallschluckmonster”) befüllt, damit die Rampe nicht ein riesen Klangkörper wird. Dies war beides nötig, um der Lärmentwicklung entgegenzuwirken und die Ohren anderer Mitarbeiter zu schonen.

Die Rampe der hier beschiebenen Anleitung könnt ihr natürlich auch doppelt so breit bauen, falls ihr genügend Holz besorgen könnt und viel Platz habt.

Werkzeug
    Zunächst benötigt ihr folgendes Werkzeug:
  • Akkuschrauber – 18V für genug Power + einen Ersatzakku
  • Bits + Bithalter – passend zu den verwendeten Schrauben am besten TORX im Schraubenkopf
  • Stichsäge
  • Winkelschleifer – benötigt man für kleine Ausbesserung und Nacharbeiten
  • Kreissäge mit Führungsschiene (eine gerade Holzlatte anstatt der Schiene als Anschlag ist auch möglich)
  • Wasserwaage
  • großer Holzwinkel 90° – kann notfalls selbst gebaut werden
  • Massband – min. 7m lang
  • Zollstock
  • Metallbohrer – falls möglich lasst euch die Löcher schon bei eurem Schlosser des Vertrauens vorbohren
Material
    …und folgendes Material (alle Maßangaben sind in mm angegeben):
  • 10x Dreischichtplatten 19mm x 244x122cm (für alle Seitenteile)
  • Konstruktionsvollholz (im Text mit “KVH” abgekürzt) 90x40mm
    • 64x Länge 1182mm (für die Transition mit 45°-Enden)
    • 4x Länge 1540mm (für Diagonalverstärkungen der Transition)
    • 11x Länge 2402mm (für´s Flat)
  • 2x Länge 2440mm 1 1/2″ Metallrohr (fürs Coping, Aussendurchmesser 48,3mm)
  • Schrauben(SPAX, Eurotec oder ähnliches, Torx T-20, mit selbstscheidener Bohrspitze und Kopf)
    • 600 Stk. 4.5×70 Schrauben
    • 500 Stk. 5×45 Schrauben
    • 1000 Stk. 5×35 Schrauben
    • 200 Stk. 5×25 Schrauben
    • 50 Stk. 6×70 Schrauben mit Vollgewinde
  • 11x Sperrholzplatten Pappel 10mm x 244x122cm (für 1. und 2. Lage) (für Fahrbahnbelag AUßEN)
  • oder
  • 8x MDF-Platten 6mm x 244x122cm (für Fahrbahnbelag INNEN)
Daten

Daten der Rampe

  • Transition-Radius = 1950mm
  • Flat-Länge = 2440mm
  • Transition-Höhe = 900mm – gemessen vom Flat bis auf den Table
  • Table-Höhe = 1016mm – gemessen vom Boden bis auf den Table
  • Gesamtlänge = 7000mm
  • Gesamtbreite = 2400mm
  • Transition – Modulbreite = 1200mm
Material

Woher bekommt man sein Material und sein Werkzeug?

Alles, was ihr für den Bau eurer eigenen Minirampe benötigt, bekommt ihr in einem Baumarkt, einem Holzfachhandel beziehungsweise bei eurem Tischler des Vertrauens sowie einem Metallfachhandel. Dazu einfach im Internet nach den Adressen in eurer Umgebung suchen, oder Papa und Opa fragen – die können euch sicher weiterhelfen.

Nachdem ihr alles vorbereitet und das Werkzeug, das Material und die Einzelteile zusammen habt, kann es auch schon losgehen.

Schutz

ABER Achtung! Vorher müssen noch ein paar Dinge für eure Sicherheit beachtet werden, denn Arbeitsschutz geht alle an!

    Arbeitsschutz:
  • Schutzbrille – beim Sägen und Bohren können Holzteile absplittern
  • Ohrstöpsel - Sägen, Bohren, Hämmern und die Musik aus dem Radio – das wird laut!
  • Handschuhe – gegen Splitter und raue Kanten

Kein Alkohol bei handwerklichen Tätigkeiten und am besten immer mit einem oder mehreren Kumpels werkeln, denn es gibt immer etwas zu halten und falls mal etwas passiert, kann sofort geholfen werden!

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Untergrund

Untergrund vorbereiten

Egal, ob ihr die Mini in einem Raum, oder outdoor aufbauen wollt, als erstes müsst ihr den Untergrund vorbereiten. In einem Raum ist er Boden normalerweise gerade und ihr müsst nur darauf achten, dass sich keine Unebenheiten auf dem Boden befinden.

Anders ist es im Outdoorbereich. Hier muss dafür gesorgt werden, dass die Rampe auf eine ebene und plane Fläche gebaut werden kann, oder die stützenden Einzelteile werden dem Untergrund angepasst, sodass die Rampe waagerecht aufgebaut werden kann.

2
Sägen

Step 2 – Einzelteile zurechtsägen/ Seitenteile aussägen

  • Zirkel bauen: Dazu einfach ein zwei Meter langes gerades Brett nehmen und zwei Punkte in einem Abstand von 1950mm anzeichnen. An einem der Punkte ein passendes Loch für einen Kugelschreiber oder Filsstift bohren und am Anderen ein schmales Loch durch das gerade so eine Schraube passt. Und fertig ist euer Monsterzirkel!
der Zirkel
  • Radius der Transition auf Dreischichtplatten aufzeichnen
  • Hierzu zwei Dreischichtplatten übereinander legen, den Mittelpunkt vom Transitionradius nach vorgebener Skizze (siehe unten) anzeichen, selbstgebauten Monsterzirkel mit Schraube fixieren und Radius anzeichen.
  • Bevor ihr nun mit dem Aussägen beginnt, dreht die untere Platte um 180° um gleich noch den Radius für das zweite Seitenteil aufzeichnen zu können, wie ihr auf dem Schnittplan für die Dreischichtplatten sehen könnt.
Maßangaben 3
Maße 1
  • Zeichnet nun jeweils noch die restlichen Linen nach der Skizze auf und schon kanns losgehen mit dem Aussägen!
  • KVH auf die angegebene Länge sägen:
  • 64x Länge 1182mm (für die Transition mit 45°-Enden)
  • 4x Länge 1540mm (für Diagonalverstärkungen der Transition)
  • 11x Länge 2402mm (für´s Flat)

  • Für jedes Transition-Teil ist noch eine angepasstes KVH nötig (für unterhalb des Copings). Dieses sollte vorab zurechtgesägt werden.
Schnittplan 2
3
Unterkonstruktion

Unterkonstruktion bauen

3.1. Transition-Unterkonstruktionen bauen

  • erstes Seitenteil mit Wasserwaage senkrecht ausrichten und mit Stütze fixieren (einfach ein Reststück der ausgesägten Seitenteile nehmen)
    • Flat-Unterkonstruktionen bauen
    • jeweils ein KVH´s an den äußeren Enden anschrauben mit drei 4.5×70 Schrauben übereinander
    • KVH´s an den äußeren Enden anschrauben mit jeweils drei 4.5×70 Schrauben pro KVH
    • zweites Seitenteil dazu rechtwinkelig ausrichten und anschrauben
    • KVH´s in vorgegeben Abständen pro Seite mit jeweils drei 4.5×70 Schrauben anschrauben – am besten einen Abstandshalter bauen
    Abstandshalter
    • unterhalb des Copings das angepasste KVH einschrauben mit jeweils zwei 4.5×70 Schrauben
    • langes KVH diagonal zu Verstärkung hinten im Table-Bereich einschrauben mit 4.5×70 Schrauben
    • diese Vorgänge bei allen Segmenten wiederholen – Bis ihr das Ausmaß euere bisherigen Arbeit das erste Mal zu Gesicht bekommt!

    3.2. Flat-Unterkonstruktionen bauen

    Flat-Unterkonstruktionen bauen
    • an die Enden des erstes Seitenteils KVH´s rechtwinklig anschrauben mit 4.5×70 Schrauben
    • zweites Seitenteil ausrichten und anschrauben mit jeweils drei 4.5×70 Schrauben
    • die restlichen KVH´s in vorgegebenen Abständen einschrauben mit jeweils drei 4.5×70 Schrauben – Abstand anzeichnen oder Abstandhalter bauen!
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Segmente

Segmente zusammenschrauben

Segmente zusammenschrauben
  • mit einer Ecke der Transition anfangen
  • erst alle Transition-Unterkonstruktionen einer Seite mit einer 5×35 Schraube entlang der Aussenkante alle 50cm zusammenschrauben
  • dann Flat-Unterkonstruktionen fluchtend ausrichten und anschrauben mit einer 4.5×70 Schrauben
  • erst alle Transition-Unterkonstruktionen einer Seite mit 5×35 Schrauben zusammenschrauben
  • dann Flat-Unterkonstruktionen fluchtend ausrichten und anschrauben mit 4.5×70 Schrauben
  • zweite Seite der Transition-Unterkonstruktionen anschrauben
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Erste Lage

Erste Lage Sperrholz auf Fahrbahn aufbringen und den Table schließen

Erste Lage Sperrholz auf Fahrbahn aufbringen
  • erst die Dreischichtplatte 19mm anschrauben mit 5×45 Schrauben ca. alle 30cm entlang der KVH´er
  • auf Faserrichtung der Platten achten – Haupt-Fasern entlang der Breiten Seite der Rampe verlegen
  • mit 5×35 Schrauben anschrauben alle 20 cm entlang der KVH´s der Unterkonstruktionen
  • die Sperrholzplatten wie oben gezeigt anordnen
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Zweite Lage

Zweite Lage Sperrholz auf Fahrbahn aufbringen

Zweite Lage Sperrholz auf Fahrbahn aufbringen
  • auf Faserrichtung der Platten achten – Haupt-Fasern entlang der Breiten Seite der Rampe verlegen
  • die Sperrholzplatten wie oben gezeigt versetzt zur ersten Lage anordnen
  • mit 5×35 Schrauben anschrauben alle 20 cm entlang der KVH´s der Unterkonstruktionen
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Fahrbahnbelag

Fahrbahnbelag aufbringen

Fahrbahnbelag aufbringen
  • bestehend aus 6mm MDF-Platten (Indoor) / 6mm Siebdruckplatten (Outdoor)
  • diagonal zur Rollrichtung verlegt => um keine Senkrechten Fugen zur Fahrbahn zu haben, wodurch ein smootheres Rollen möglich ist, da nicht beide Rollen einer Achse gleichzeitig darüber rollen
  • danach die Fahrbelagsplatten aufschrauben, um auf dem Table genauso schön rollen zu können
  • alle 20cm eine 5×45 Schraube entlang der KVH´s der Unterkonstruktion
  • an allen Ecken der Platten unter denen sich keine KVH´s befinden eine kurze 5×25 Schraube verwenden
  • minimalen Abstand zwischen den Platten lassen (ein Centstückbreit)
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Coping

Coping anbringen

Coping anbringen
  • auf die angegebene Länge sägen
  • Bohrungen (unten kleines Loch D6-7mm und oben eine größeres D11-12mm) zum Anschrauben alle 40cm anbringen beziehungsweise vom Schlosser anfertigen lassen
  • fixieren durch 6×70 Vollgewinde-Schrauben
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Done!

Fertig!

Jetzt viel Erfolg beim Bauen und viel Spaß beim Rollen! Roll on!

Haftungsausschluss

Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr für die Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen zum Bau einer Miniramp. Haftungsansprüche gegen den Autor, welche sich auf Schäden materieller, ideeller oder körperlicher Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Alle Angaben und Hinweise sind freibleibend und unverbindlich. Der Autor behält es sich ausdrücklich vor, Teile der Seiten oder das gesamte Angebot ohne gesonderte Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung zeitweise oder endgültig einzustellen.

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